Amarynthos From Below (in german, December 2006)

Anfang November wurde in Amarynthos in Euboia noch eine Anklage wegen Vergewaltigung erhoben, diesmal ging es um eine minderjährige Migrantin. Die 16jährige Schülerin aus Bulgarien zeigte die Vergewaltigung (die auch noch auf Video aufgenommen wurde) durch 4 griechische Mitschüler in den Schulräumen an.


Die Zustimmung der Ortsgemeinde zu diesen sexistischen und rassistischen Verbrechen war total.

Alle Lehrer der Schule, die Verwandten, die Mitschüler und natürlich die Polizei stellten sich gegen die Vergewaltigungs“option“, was die Schülerin und ihre Mutter dazu veranlasst hat, den Ort zu verlassen, vor allem, nachdem sie direkt vor dem Gerichtsgebäude einem Lynchversuch entgangen waren. 

 

Am 19 November wurde in dem Dorf Amarynthos eine Demo von 100 Personen aus der Anti-

herschaffts-Linke (hauptsächlich aus Thessaloniki) veranstaltet, wodurch zumindest ausgedrückt werden sollte, dass manche diese Geschichte nicht vergaßen, dass manche noch wütend sind über das lautstarke Schweigen oder die unvorstellbaren Relativierungen der Ereignisse, in denen die griechische Gesellschaft und ein großer Teil der griechischen Linke Zuflucht gesucht hatte.

Die Demoteilnehmer vom 19. November haben nicht nur die Beschimpfungen und das Gelächter der Einwohner ertragen müssen, sondern wurden gegen Ende der Demo im Dorf eingekesselt, nachdem die Einwohner die Busse weggejagt hatten. Ziel der Einkesselung der Demoteilnehmer war die Ausübung eines Pogroms, da auch die Polizei deutlich abwesend für über 3,5 Stunden war.

Ergebnis: Es wurden über 60 Demonstranten zusammengeschlagen, 10 von ihnen wurden mit Schädelbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert, da die „spontan organisierten“ Einwohner von Amarynthos mit Spaten, Eisenspießen, Ziegel- und Marmorsteinen und anderen Wurfgeschossen aus 2 Meter Entfernung angegriffen hatten.

Der Angriff – an dem auch einer der Vergewaltiger teilgenommen hat – war ein mörderischer; nur durch Zufall gab es keine Toten. Die Bewohner riefen während des Angriffs – der über 1,5 Stunden auf einer Landstraßenstrecke von 3,5 Km (während die Autos ganz normal vorbeifuhren) andauerte – „was wollt ihr hier in unserem Dorf?“, „ihr werdet nicht lebend hier rauskommen“ und „wir haben richtig gemacht, diese Hure zu vergewaltigen“. Die Polizei und die Medien haben wieder einmal ein verdrehtes Bild dargestellt, dass die Demonstranten durch ihr Verhalten die Einwohner provoziert hätten und dass sie nur Dank der Polizei gerettet worden seien. Somit sprachen sie erneut die mehrfach verbrecherische Haltung der einheimischen Bewohner frei: Zwei Jahre zuvor hatte der Bürgermeister des Dorfes beschlossen, alle illegalen Migranten aus dem Dorf für immer raus zu jagen.

 

Griechenland zeigt täglich sowohl in seinen Metropolen als auch in den malerischen Dörfern und Inseln, dass sie eine zutiefst rassistische und patriarchale Gesellschaft in der westlichen Welt ist.

Terminal 119

für die gesellschaftliche und individuelle Autonomie

Advertisements

Σχολιάστε

Εισάγετε τα παρακάτω στοιχεία ή επιλέξτε ένα εικονίδιο για να συνδεθείτε:

Λογότυπο WordPress.com

Σχολιάζετε χρησιμοποιώντας τον λογαριασμό WordPress.com. Αποσύνδεση / Αλλαγή )

Φωτογραφία Twitter

Σχολιάζετε χρησιμοποιώντας τον λογαριασμό Twitter. Αποσύνδεση / Αλλαγή )

Φωτογραφία Facebook

Σχολιάζετε χρησιμοποιώντας τον λογαριασμό Facebook. Αποσύνδεση / Αλλαγή )

Φωτογραφία Google+

Σχολιάζετε χρησιμοποιώντας τον λογαριασμό Google+. Αποσύνδεση / Αλλαγή )

Σύνδεση με %s